Dienstag, 7. Mai 2013

Verkaufe Verschlusszeitentester-Stecker

In meinem letzten Post habe ich den Verschlusszeitentester-Stecker vorgestellt den ich mir ausgedacht habe, um mit meinem App "Shutter-Speed" echte Lichtmessungen durchzuführen.
Diese Stecker kann an ab sofort bei mir für 13,99€ pro Stück auf Ebay kaufen:
http://www.ebay.de/itm/PHOTOPLUG-The-Shutter-Speed-Tester-for-your-iPhone-Verschlusszeitentester-/251395084349?pt=DE_Foto_Camcorder_Analogkameras&hash=item3a8850903d

Sonntag, 21. April 2013

Verschlusszeiten Messen mit dem iPhone


Vor einer Weile habe ich schonmal mein App "Shutter-Speed" vorgestellt, mit dem man anhand des Auslösegeräuschs der Kamera die Verschlusszeit bestimmen kann, um zu ermitteln, ob diese noch korrekt sind.
Natürlich hat die Genauigkeit dieser akustischen Messmethode Grenzen. Eine Messung des tatsächlich durch die Kamera fallenden Lichts wäre optimal. Leider hat das iPhone keinen geeigneten "Lichtsensor", mit dem eine solche Lichtmessung möglich wäre (die iPhone-Kamera scheidet aus, da diese ja nur eine Bildfrequenz von etwa 30fps besitzt).
Allerdings besitzt das iPhone (was viele nicht wissen), einen Mikrofoneingang, versteckt in der Kopfhörerbuchse. Über diesen Eingang ist es möglich, einen Fototransistor an das iPhone anzuschließen, und somit eine echte Lichtmessung durchzuführen !

Testweise habe ich deshalb diesen kleinen Stecker gebaut:



Im Inneren des Steckers sieht es so aus:


Es ist ziemlich eng, und etwas friemelig zu Löten.

Steckt man den Stecker an das iPhone an, kann man sofort mit dem App Lichtmessungen durchführen. Dafür wird die Kamerarückwand entfernt und die Kamera von hinten beleuchtet. Dann hält man den Stecker auf das Objektiv, drückt auf Aufnahme und löst die Kamera aus. Was man erhält ist so ein Signal:


Wie man sieht ist das Signal sehr sauber, und die Peaks sind klar und deutlich erkennbar. Somit kann man sehr exakte Messungen durchführen, und das alles mit einem iPhone und einem kleinen Adapter der in jeden Geldbeutel passt !











Sonntag, 31. März 2013

Woher bekomme ich die Chemikalien ?

Sehr oft werde ich gefragt woher ich die Chemikalien beziehe, die man für den Kollodium-Prozess braucht. Tatsächlich ist es in Deutschland leider nicht so einfach an die erforderlichen Substanzen zu gelangen, daher möchte ich hier einmal ein paar Bezugsquellen auflisten.

  • Die Apotheke: Hier muss man Glück haben. Bei manchen Apotheken kann man problemlos Silbernitrat und Kollodium kaufen, andere veraufen einem nichteinmal Vitamin-C-Pulver (ja, das stimmt wirklich !). Ausprobieren !
  •  Bostick & Sullivan: Die Adresse für alternative Photographie. Leider aus den USA, daher horrende Versandkosten. Lohnt sich nur bei Großbestellungen !
  • Omikron: Großes Angebot, allerdings nur wenig Verkauf an Privatpersonen und hohe Preise.
  • Ebay: Ja, auch auf Ebay gibt es oft interessante Angebote, z.B. Natriumthiosulfat für den Fixierer. Manchmal sogar Silbernitrat. Hier aber bitte aufpassen, da derartige Angebote oft nicht ganz legal sind.
  • Kremer Pigmente: Ein Künstlerbedarf, hat aber auch viele interessante Chemikalien im Angebot die für Kollodiumfotografie wertvoll sind.
  • Aurelio: Restaurierungsbedarf, mit gutem Angebot an Grundchemikalien. 
  • John Brewer: Eine gute Anlaufstelle für Silbernitrat. Einfach kontaktieren !
  • Mamut-Photo: Ein bisschen wie Bostick & Sullivan, allerdings aus Tschechien und somit wesentlich bessere Konditionen bei den Versandkosten ! Große Auswahl an Spezialchemikalien für den Wet-Plate-Prozess !

Das ist alles was mir im Moment einfällt. Falls jemand noch weitere Quellen kennt, kann er sie mir gerne verraten, dann kann ich die Liste erweitern :)



Frohe Ostern ;)



Freitag, 22. Februar 2013

ImageObject



ImageObject, das ist der Name einer internationalen Ausstellung über zeitgenössische Daguerreotypien. Sie wird April diesen Jahres in New York stattfinden und auch von mir werden 2 Daguerreotypien zu sehen sein ! Ich repräsentiere somit quasi Deutschland auf dieser Ausstellung, denn wie es scheint bin ich ja der einzige Mensch in Deutschland der noch Daguerreotypien herstellt, bzw. herstellen kann... Sollte es doch noch jemanden geben, so möge er sich bitte bei mir melden ;-)

Die zwei Bilder die ich dort ausstellen werde seht ihr in dem Bild oben. Mit dem Rahmen schaut das schon ziemlich edel aus.. Das rechte Bild mit der Gitarre ist in Wirklichkeit nicht so dunkel, es ist nur sehr schwer Daguerreotypien so abzufotografieren, dass wenigstens halbwegs der echte Bildeindruck erkennbar bleibt...

Morgen gehen diese beiden Bilder dann auf die Reise nach New York, wo sie dann hoffentlich bis Mitte März ankommen.

Mittwoch, 26. September 2012

Erste Daguerreotypie !!

Heute ist ein besonderer Tag: Nach wochen- und monatelangem Testen, Ausprobieren und ständigen Fehlschlägen war es heute endlich so weit: Ich habe meine erste, technisch perfekte quecksilberentwickelte Daguerreotypie hergestellt.
Und so sieht sie aus:


Dieses Digitalfoto gibt natürlich nicht ansatzweise den Bildeindruck wieder, der entsteht, wenn man die Platte wirklich in der Hand hält. Besonders durch das abschließende Gilding mit Goldchlorid erhält die Platte einen sanften, aber dennoch intensiven Goldton.

Es ist Wahnsinn, wie sich die Bildeigenschaften ändern, wenn man die Daguerreotypie in verschiedenen Lichtsituationen betrachtet. Bei zu wenig Licht erscheint das Bild sehr schwach und "matschig", hält man die Platte dann unter eine helle Lichtquelle springt einem das Bild plötzlich regelrecht entgegen...

Einer der größten Schwierigkeiten dieses Prozesses ist das Polieren der Silberplatte. Obwohl sich das trivial anhört, ist es der Dreh- und Angelpunkt einer jeden Daguerreotypie. Die Oberfläche muss völlig frei von Kratzern sein, nur dann sind kontrastreiche und "knackige" Fotos überhaupt möglich.

Belichtet wurde für 15sec bei bedecktem Himmel. Die Silberplatte wurde zunächst bis zu einem dunklen Gelbton über Iod bedampft, anschließend für 3sec über Bromwasser, hier muss ich die perfekte Zeit erst noch herausfinden.


Samstag, 22. September 2012

Kameras testen mit dem iPhone !


Vor Kurzem habe ich mein zweites iPhone-App fertiggestellt. Es heißt "Shutter-Speed" und man kann damit die Verschlusszeit analoger Kameras messen und überprüfen, ob sie noch stimmen. Falls das nicht der Fall ist, gibt einem das App die nötigen Korrekturwerte an, um trotzdem richtig belichtete Fotos machen zu können !
Wie das funktionieren soll ? Über die akustische Auswertung des Auslösegeräuschs der Kamera ! 
Mit dem App kann man das Auslösegeräusch der Kamera aufnehmen, welches dann wie im Bild zu sehen als Graph dargestellt wird. Man erkennt deutlich zwei "Peaks", einen beim öffnen des Verschlusses und einen beim schließen. Mit zwei verschiebbaren Banden kann man jetzt ganz einfach die Zeit zwischen diesen Peaks herausmessen !

In diesem Fall habe ich die 30stel Sekunde einer Lubitel 166B vermessen. Wie man sehen kann ist sie in Wirklichkeit nur noch eine 21stel ! Die Abweichung beträgt 2 drittel Blenden, ein Foto das mit dieser Zeiteinstellung aufgenommen würde, wäre also deutlich überbelichtet !

Auf diese Weise kann man die gesamte Kamera in weniger als 5 Minuten vermessen und hat sofort eine gute Übersicht über die Genauigkeit aller Zeiten. Die Messergebnisse können selbstverständlich abgespeichert werden und werden am Schluss zusammen mit den Korrekturwerten in einer Tabelle zusammengefasst. So hat man alle Werte immer auf einen Blick parat !

Eine genauere Beschreibung und Anleitung zu diesem App findet ihr hier: Shutter-Speed

Das Ganze hat einige Wochen Arbeit in Anspruch genommen, um so mehr freue ich mich dass das App nun endlich im AppStore angekommen ist. Wer Lust hat und das App mal ausprobieren möchte, kann es ab jetzt für 2,39€ im AppStore kaufen: